Neuerdings hängen drei Kameras an unserer Schule. Generell tendieren in Deutschland immer mehr Schulen dazu, Kameras zur Überwachung zu nutzen [vgl. 1-12]. Über Sinn und Unsinn lässt sich streiten, aber hier ist meine Meinung dazu sowie ein paar Denkanstöße für die Schulleitungen von Schulen, die sich für die Videoüberwachung an ihrer Schule entschlossen haben. Falls ihr noch nicht wisst worum es überhaupt geht, dann lest unsere Meldung vom 28. Oktober "Videoüberwachung an unserer Schule!?".Schauen wir uns doch einmal die Argumente für die Videoüberwachung an: Graffitis und Vandalismus. Vor kurzem erst wurden ein Graffiti am Hintereingang der Schule und eines an den Toilettentüren der Sporthalle entdeckt. Beide wurden, sicherlich unter viel Aufwand, entfernt. Die Graffitis, die es an der FSM gab, lassen sich aber immer noch an einer Hand abzählen.
Trotzdem müssen wir die Sorge unserer Schulleitung verstehen: Es könnte schnell zum Trend werden, systematisch den Hintereingang der Friedensschule zu besprühen. Aber auf die Idee, 10 Meter zur Seite zu gehen, um dem Kamerabild zu entfliehen, kommt wohl auch der, der glaubt, das systematische Besprühen des Hintereinganges der Friedensschule sei cool (siehe "Ist Grafitti Kunst").
Außerdem: Sprayer sprayen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Die gibt man ihnen in Massen, wenn man wegen ihrer Grafittis ein mehrere hundert Euro teures Kamerasystem anbringt.










