Montag, 10. November 2014

Fundsachenchaos 2.0 - (K)ein Kommentar ?!


Jeder verliert oder verlegt irgendwann einmal ein Kleidungsstück oder einen anderen Gegenstand. So oft, wie die Räume gewechselt werden und bei dem großen Andrang in der Pausenhalle ist das sehr häufig zu beobachten. Ob der Grund Unachtsamkeit, Überforderung oder schlicht Desinteresse ist, ist nicht festzustellen.
Meist tauchen die Sachen dann irgendwo wieder auf. Sei es beim Hausmeister, auf dem großen Haufen in der Garderobe oder sonst irgendwo im Schulgebäude. Es gibt schon unglaublich viele Jacken, T-Shirts, Markenschuhe und sogar ganze Sport- und Schultaschen die dort auf dem riesigen Haufen herrumliegen.Mal ganz abgesehen von den Busfahrkarten, Schulbüchern, Schlüsseln und sogar Handys, die beim Hausmeister an der Pforte liegen. Vermisst das denn keiner? Fragen sich die Eltern nicht, wo dieser oder jener Gegenstand abgeblieben ist? Woran liegt das?
Die einen sagen, dass die Schüler ihre nicht mehr ganz so hippen Markenschuhe absichtlich verlieren, damit Mama und Papa etwas Neues kaufen. Die anderen meinen, dass die Schüler einfach nur zu faul zum Suchen sind und sich einfach nicht darum kümmern. Oder liegt es daran, dass wir zu viele Dinge besitzen und oft gar nicht merken, wenn uns etwas fehlt? Oder steckt da gar ein ganz anderes Phänomen hinter?

Selbst die Wissenschaft ist sich nicht einig. So ist zum Beispiel das Phänomen der verschwundenen Socken ebenfalls noch nicht geklärt. Was ist zu tun, um dieses doch sehr umfangreiche Problem zu lösen? Eine halbjährige Fundsachenausstellung schlagen einige vor. Oder sollen die Tutoren mit ihren Kerngruppen von Zeit zu Zeit oder nach einem bestimmten Plan die Fundsachen in Augenschein nehmen? Aber liegt die Verantwortung nicht bei jedem selbst? Die nicht abgeholten Sachen fristen ein trauriges Dasein und erlangen am Ende des Schuljahres höhere Weihen, indem sie unserem Nächsten zur Hilfe in der Altkleidersammlung landen. So hat hoffentlich ein anderer an unseren verschmähten Dingen, seien es verlorene oder vergessene, noch ein wenig Freude.