Samstag, 25. März 2017

Anschlag in London

Ein Anschlag - schon wieder. Das habe ich das letzte Mal vor drei Monaten schreiben müssen. Grausam und schrecklich! Ein Auto rast auf der Westminsterbrigde in eine Menschenmenge und verletzt etwa zwanzig Menschen, drei sterben dabei [4]. Nachdem das Auto gegen ein Geländer prallt, setzt der Täter seinen Anschlag mit einem Messer fort, in dem er auf einen Polizisten einsticht. Dieser erliegt später seinen Verletzungen [1]. Und das genau ein Jahr nach dem Anschlag auf Brüssel. Widerlich.

Viel ist noch nicht bekannt. Im Internet häufen sich Vermutungen und Hypothesen, was der Hintergrund des Anschlags war, wer der Täter ist und woher er kommt. Doch wie schon im letzten Artikel, werde ich hier nicht spekulieren! Spekulationen und Vermutungen helfen uns nicht, sie verbreiten nur Panik oder geben uns das Gefühl, Herr über eine Lage zu sein, über die wir es gegenwärtig nicht sind. Es ist nichts bekannt über den oder die Täter, weder über die Anzahl, noch, ob sie in einem Schusswechsel getötet oder verletzt wurden und ob sie noch auf der Flucht sind [2].


Ich setzte mich also erneut hin und schreibe einen Kommentar zu einem Terroranschlag. Schon wieder. Schrecklich!
Mitten in London. Ich selber stand noch im November auf besagter Brücke und habe mich sehr sicher gefühlt, denn dort liefen viele Polizisten herum. Es ist ein beängstigendes Gefühl, wenn man bedenkt, dass ich dort auch einem Terroranschlag zu Opfer gefallen sein könnte und jetzt auch zu den Opfern gehören könnte. Solche Gedanken kommen einem schnell nach einem Anschlag. Es passiert immer und immer wieder. Warum!? Mitten im geschäftigen Treiben der Weltstadt Londons, mitten auf dem gemütlichen Weihnachtsmarkt in Berlin und ich könnte diese Liste leider endlos weiterführen. Warum!?

Der Terror, von dem auch jetzt wieder gesprochen wird [3], hat einen großen (Un)Sinn: Uns zu verängstigen. Uns aus unserem Alltag herauszuwerfen und zu verwirren. U nser Vertrauen in andere Menschen und die Gemeinschaft der Menschen zu verlieren, damit wir uns gegenseitig misstrauen und verdächtigen. Inzwischen treten immer mehr Menschen mit der „Jetzt erst Recht" Einstellung auf. An dieser Einstellung sollten wir uns alle ein Beispiel nehmen: Wir lassen uns von irgendwelchen Fanatikern nicht unseren Alltag und unsere Lebensfreude zerstören. Jetzt erst recht nicht! Der Appell vom letzten Kommentar gilt immer noch: Wir müssen unser eingeengtes Grenzendenken loswerden. Wir leben alle auf demselben Kontinent, alle auf derselben Welt. Wir sind alles Menschen, die dieselben Rechte und Chancen haben sollen. Die alle die selbe Würde haben; ob sie unterschiedlich aussehen oder ob sie an verschiedene Götter glauben, das ist egal! Wir müssen uns alle bemühen Frieden, Freiheit und Demokratie hochzuhalten! Jetzt erst recht!

Franziska


[1] http://www.sueddeutsche.de/politik/grossbritannien-polizist-stirbt-nach-messera ttacke-vor-britischem-parlament-1.3432345 am 22.03.17 um 21:02 Uhr.
[2] http://www.morgenpost.de/vermischtes/article210020749/Anschlag-in-London-Was-wir-bisher-wissen.html am 22.03.17 um 20:53 Uhr.
[3] http://www.sueddeutsche.de/politik/grossbritannien-polizist-stirbt-nach-messerattacke-vor-britischem-parlament-1.3432345 am 22.03.17 um 21:02 Uhr.
[4] http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-03/london-schuesse-am-parlament am 22.03.17 um 22:25 Uhr.