Dienstag, 23. Januar 2018

How to deal with a schneemann

Da ich vor allem seit der Schneemenge in den vergangenen Wochen viele sogenannter "Schneemänner" gewahr wurde, sah ich die Notwendigkeit ein, mein Wissen mit der ratlosen Weltbevölkerung zu teilen und gab so schließlich dem bittenden Drängen meiner vorgesetzten Chefredakteure nach.
Zu Beginn erst ein paar erklärende Worte über die Spezies der "vir ex nix".
Entgegen der allgemein verbreiteten Annahme, Schneemänner würden bei beginnender Wärme von selbst verschwinden, existiert diese Spezies auch in wärmeren Jahreszeiten. Sie hat jedoch die Fähigkeit, ähnlich der der Chamäleons, mit der Umgebung nahezu zu verschmelzen. Diesen Selektionsvorteil zu nutzen, ist ihnen aber bei Temperaturen ab dem Gefrierpunkt nicht möglich.
Aufgrund der wegen des Klimawandels wärmeren Winter können sich die Schneemänner immer häufiger ganzjährig tarnen, was einen Überblick über die Population unmöglich macht (#dankeTrump). Nun kamen wir seit langer Zeit endlic h wieder in den Genuss, diese überaus scheue Spezies zu beobachten und siehe da! Im Vergleich zu den sehr schneereichen Jahrzehnten vermehrte sich die münstersche Population exponentiell. So steht der städtische Naturschutz vor der Frage, was gegen die weitere Ausbreitung getan werden kann und wie die Population zu kontrollieren ist. Ein renommierter Professor der Universität Münster, Dr. Schnee, weiß, dass nur eine 'Umfunktionierung der Masse' ein erfolgversprechender Lösungsansatz sei. Heißt: So wie man aus der Grundmasse eines Pullovers auch eine Mütze oder Socken hätte stricken oder häkeln können, kann man auch die kalte Masse der Schneemänner umfunktionieren. Hier ist die Kreativität der Bürger gefragt. Besonders beliebt sind beispielsweise Iglus oder Schneebälle, um den ungeliebten Nachbarn zu verärgern. Für weitere Ideenvorschläge besuchen Sie einfach den imaginären YouTube-Kanal unserer coolen Praktikantin Snow-white.

Hannah Kalvelage